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<title>Textwelt : Void</title>
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<description>Lyrische Reflektionen aus dem Abseits</description>
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<title>Ein Wort</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=202</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Es liegt mir auf der Zunge<br />
ich speie es aus wie Gift - <br />
 <br />
ein Wort<br />
<br />
die Erinnerung<br />
an eine Tatsache<br />
einen Gegenstand<br />
einen Sachverhalt<br />
der mir entgegenkommt<br />
aus der Müllhalde der Vergangenheit<br />
aus den dunklen Tiefen<br />
der Verdrängung<br />
<br />
nur ein Wort<br />
<br />
es erschüttert meine Seele<br />
es rührt mich zu Tränen<br />
lässt mich zusammenbrechen<br />
in den Ruinen meiner Biographie<br />
<br />
ein Wort<br />
<br />
bevor die Gedanken wieder entgleisen<br />
die Konzentration sich verflüchtigt<br />
ein Geräusch oder ein visueller Reiz<br />
eine Ablenkung bewirkt<br />
mich erlöst von den innerlichen Schreien<br />
den internalisierten Demütigungen<br />
der unterschwellig lauernden Hoffnungslosigkeit<br />
<br />
© 2012 by Nada Void<br />
</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 05 Mar 2012 13:52:27 +0100</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>Wahre Masken</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=201</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Nächte: <br />
Das Schlafen kontrollierter, scharlachroter Sünde.<br />
Große Tage, der Tod der Gefühle wird gefeiert.<br />
Sperrbezirk derer, die erwacht sind.<br />
Das Zeitalter des vermüllten Selbst. <br />
Das Zeitalter der Freiheit, <br />
der Sklaven des Individualismus, der „wahren“ Masken. <br />
Alles ist betäubt, alles konformistisch, leer und sinnlos.<br />
Die Ware Selbst: Zweitnamen und Doppelleben,<br />
ein neues Gesicht, eine artifizielle Identität.<br />
Nur wir sind die Architekten unseres Niedergangs,<br />
nur wir sind die Erschaffer der Propaganda-Maschine.<br />
<br />
© 2010/2012 by Nada Void<br />
</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 13:23:47 +0100</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>Vermisste Person</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=200</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Vermisste Person,<br />
die Statistiken geben mir recht,<br />
und die Daten im Computer des BKA.<br />
Du wirst schon so lange vermisst.<br />
Ich sage häufig deinen Namen,<br />
ganz nebenbei so vor mich hin.<br />
So viele Straßen führen in<br />
fremde Städte, in neue Leben,<br />
die sich hinter Mauern und Fensterscheiben abspielen,<br />
in den Büros, den Kaufhäusern und den Fabriken.<br />
Bist du noch am Leben,<br />
oder schon längst tot?<br />
Die Vögel in den Bäumen,<br />
singen sie nicht deinen Namen?<br />
Vermisste Person,<br />
deine reichen Eltern suchen dich nicht,<br />
in den Ruinen deines vorigen Lebens,<br />
in den neuen Ghettos der Gescheiterten,<br />
am Rande der Metropolen.<br />
Du bist verschwunden aus ihren Kreisen,<br />
wurdest ersetzt durch eine Puppe,<br />
eine leere Hülle, die jeder Seele beraubt ist,<br />
angefertigt nach einem alten Bild von dir.<br />
Die Puppe übernahm deine Rolle,<br />
in dem Leben, dass sie dir aufzwingen wollten,<br />
das sie für dich vorgesehen hatten, von Anfang an.<br />
Du löschtest dich selbst aus dem Buch der Gesellschaft,<br />
radiertest dich weg aus den meisten Erinnerungen.<br />
Ich sammle Phantombilder mutmaßlicher<br />
Täter, Fotos von unbekannte Toten<br />
und vermissten Kindern,<br />
versuche damit, dass unweigerliche Vergehen<br />
der Zeit zu bekämpfen, <br />
den Schmerz der Ungewissheit, der in mir nagt.<br />
Du bist derweil so weit weg von Allem, <br />
in deinem Exil, in meinen Träumen.<br />
<br />
© 2010 by Nada Void</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Sun, 26 Feb 2012 13:21:27 +0100</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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</item>
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<title>Dreiklang </title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=199</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>I. Allein<br />
<br />
Dieses ewige Warten<br />
in meinem Raum<br />
<br />
Die Nacht - eine dunkle See<br />
Der Tag - ein Schneegestöber der Ereignisse<br />
<br />
Ein Schmerz, der nicht aufhören will.<br />
<br />
II. Die Stille<br />
<br />
Es ist niemand mehr da, der mir zuhört.<br />
Die Stimmen in dem Raum sind nur die Stimmen in meinem Kopf,<br />
die mir immer wieder die Frage stellen, wie lange ich dieses<br />
Vor-mich-hin-vegetieren noch zu ertragen in der Lage bin.<br />
<br />
III. Begrabene Träume<br />
<br />
Am Abend des Tages ist mir alles egal.<br />
Ich winde mich in den Schmerzen eines <br />
sinnlosen Daseins,<br />
bar jeder Hoffnung auf ein normales Leben,<br />
als ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft.<br />
<br />
© 2012 by Nada Void<br />
</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Thu, 23 Feb 2012 09:19:53 +0100</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>Sprache - Leichengrube der Worte</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=198</link>
<description><![CDATA[<b><br />
Ein Requiem für die stromlinienförmige Jugend <br />
komponiert aus pechschwarzen Lettern<br />
ausgespienen Vokalen des Hasses<br />
verbalen Injurien ohne ein genau definiertes Ziel<br />
Gedichte aus Schreien und Flüstern<br />
Romane aus Klagelauten<br />
Sprache als Gewitterwolke, der Sturm wird bald kommen<br />
alle Gegenstände zu ihrem Bestimmungsort zurückführen<br />
bis alles verstummt, die Gesichter der Erinnerung verblassen<br />
der Zug der Gedanken endlich anhält<br />
die erkalteten Herzen der Menschen zu schlagen aufhören<br />
<br />
© 2012 by Nada Void<br />
</b> <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Fri, 17 Feb 2012 09:55:16 +0100</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Erkaltete Herzen</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=197</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Pranken des Todes, erkaltete Herzen,<br />
die letzten Scherben der Existenz<br />
zusammengekehrt.<br />
Katzenaugen, die mich verfolgen,<br />
ein Kaleidoskop trügerischer Träume,<br />
gefälschter Erinnerungen.<br />
<br />
Imitationen der Seele auf Zelluloid,<br />
der Tod eines Menschen,<br />
nicht zur Kenntnis genommen,<br />
von den vorbei hastenden Gestalten<br />
der Alltagswelt.<br />
<br />
Der vielfarbige Moloch blutet langsam aus.<br />
In tausend Wunden nistet sein Untergang,<br />
unser aller Verderben.<br />
Purpurne Helden kriechen zurück in den Schlund <br />
der fadenscheinigen Utopien.<br />
<br />
© 2011 by Nada Void</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 18:03:54 +0200</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>Klinik</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=196</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Worte, nichts als Worte,<br />
Worthülsen als Geschosse.<br />
Klinisch tote Patienten,<br />
verseuchte Seelen in sterilen Hüllen.<br />
<br />
An den weiß getünchten Wänden<br />
aufgehängte Krankheitsbilder,<br />
Schmerzfleisch und -knochen in Aspik.<br />
<br />
Daneben die fade Kleinstadt,<br />
deren Bürger wie Marionetten wirken.<br />
Später: Gruppentherapie -<br />
Diskussion und Tränenschwall<br />
<br />
© 2010 by Nada Void </b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:59:38 +0200</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>In Freiheit gefangen</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=195</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Der Zenit ist schon längst überschritten,<br />
die Blumen unseres "Sommers der Liebe" sind abgeblüht,<br />
doch was hat uns die aufgezwungene Freiheit gebracht?<br />
<br />
Der Staub der Vergangenheit liegt auf den Gräbern unserer Ahnen.<br />
Wir fristen unser irdisches Dasein, wohlgenährt und dumm,<br />
wie Zootiere in ihren Gehegen.<br />
<br />
© 2010 by Nada Void</b> <br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:58:03 +0200</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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<title>Nächtliche Splitter</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=194</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>I.<br />
<br />
Schreie im Glaspalast: in den Gehirnen der lebenden Toten regt sich ein Funke, vielleicht gelingt es ihm, in die Nacht zu entkommen.<br />
<br />
II.<br />
<br />
Macht die Fenster auf! Schließt die Türen!<br />
Damit die Nacht herein kann, aber keine Menschen.<br />
<br />
III.<br />
<br />
Den Mond als Leuchte in der Hand. Der Lichtbringer steigt herab auf die Erde.<br />
<br />
IV.<br />
<br />
Blut auf den Fliesen des Raumes, Bässe dröhnen vom Club nebenan. Das Mädchen schreit vergebens.<br />
<br />
V.<br />
<br />
Eine Sekunde Schmerz: die Gedanken steigen hinab in den Abort. Das Ungeziefer grämt sich sinnlos.<br />
<br />
© 2011 by Nada Void </b> <br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:54:51 +0200</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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</item>
<item>
<title>Jahre vergehen</title>
<link>http://sicko.blogg.de/eintrag.php?id=193</link>
<description><![CDATA[<br />
<b>Teufelsfratzen starren von der vergilbten Tapete herab. Es sprudeln Krokodilstränen aus den Glasaugen der Puppenkinder. Im Bett der helle einsame Körper zerstörter Illusionen. Junges Blut ist geflossen, zerronnen sind die Werkzeuge der Zeit. Ein einsamer Mann klebt wie eine Schmeißfliege an seinem Fenster, um die Szene zu beobachten, die Schlinge um seinen Hals, zieht sich immer weiter zu.<br />
Die Kälte des Winters kriecht in jede Ritze der Mauer und der Regen peitscht erbarmungslos auf den Platz vor dem Haus. Jahre vergehen, ohne dass sich etwas zum Besseren wendet. Wie wenig doch übrig bleibt, von den Menschen die wir gekannt haben, wenn sie gegangen sind - wenn sie gestorben sind, ist es so, als ob die Erde sie einfach verschluckt hätte. <br />
<br />
© 2010 by Nada Void</b><br />
 <br /><br /> ]]></description>
<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 17:51:56 +0200</pubDate>
<dc:creator>Falconer137</dc:creator>
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